Slam-Kabarett
May 16th
2008 hatte ich ja mal ein Poetry-Drama namens “ALLES GEHT” auf die Beine gestellt, bei dem anhand prominenter Slam-Texte eine Bühnen-Geschichte erzählt wird; ähnliches passiert nun wieder, allerdings treffen dies mal nicht Drama und Poetry aufeinander, sondern Kabarett und Slam, das Ganze heißt dann “Slam-Kabarett” und wird von Alma Hoppes Lustspielhaus in Hamburg in Zusammenarbeit mit einem 9-köpfigen Autorenteam auf die Beine gestellt. Premiere ist am 1. Juni in der Hansestadt, den Aufführungen wohnt jeweils ein gestandener Slammer bei, wie folgende Übersicht zeigt:
Beim Casting mussten die zahlreichen Schauspieler meinen Text “Wo ist die Wut / Life is such geil” vortragen – den daraus entstanden Zusammenschnitt möchte ich euch nicht vorenthalten:
Mehr Senf gibts HIER, und wenn ich die fertige Inszenierung gesehen habe. Servus dawei.
Bühnensport LIVE
May 16th
Also, die BR-Sendung “Vereinsheim Schwabing – Bühnensport mit Hanbnes Ringlstetter” lief so gut, dass weitere Folgen produziert werden. Die Sendung mit meinem Auftritt lief bereits schon zweimal im BR, wers dennoch verpasst hat, der schaue sich eins der beiden Videos an (das erste MIT Einleitung, das zweite OHNE, dafür hoch-ARD-offiziell):
Mehr Videos und Infos gibts HIER. Servus dawei.
Doppelpack
Mar 19th
Vereinsheim Schwabing – Bühnensport mit Hannes Ringlstetter
Mar 1st
Liebe Slam- und Kleinkunstfreunde,
das Münchner Vereinsheim – der meiner Meinung nach beste Ort im Universum – kommt ins Fernsehen, und zwar ins Bayerische! An den vier Freitagen im März 2012 laufen die ersten vier Folgen der Sendung “Vereinsheim Schwabing – Bühnensport mit Hannes Ringlstetter”, die im Dezember 2011 aufgezeichnet wurden. Vor wenigen Tagen gabs eine erste Preview, und ja: ist richtig geil geworden! Chapeaux BR, die Atmosphäre, die Dynamik, der Wahnsinn, die Liebe, der Charme – alles perfekt eingefangen, abgemischt und ready to burn your f**kin’ TV-sets! Ich bin mit meinem Stück “Mingration (Die Geldstadt mit Scherz)” in der Knaller-Sendung am 9. März vertreten, schaltet also ein oder achtet auf die diversen Mediathek-Verlinkungen auf Facebook etc. und sorgt dafür, dass diese vier Sendungen zu einem echten “Medienhüpe” (Zitat Otto Rehhagel) werden! Denn sowas Feines gabs im deutschen Fernsehen schon lange nicht mehr … (u. a. sind da Keller Steff, Grög!, Jess Jochimsen, Matthias Kellner und BlöZinger mit am Start!)
Und für mich ging gleich in zweifacher Hinischt ein Traum in Erfüllung: zum einen wars natürlich ein Schwabinger Kleinkunst-Ritterschlag zu den vier Pilotfolgen eingeladen worden zu sein. Das Vereinsheim ist wie bereits erwähnt mein Lieblingsort in dieser fönigen Weltststadt und das zentrale Biotop meiner Bühnenkarriere, hier bin ich seit November 2007 über 20 Mal bei den Schwabinger Schaumschlägern aufgetreten, mit PauL haben wir hier sechsmal unser Programm “DichterLoh” gespielt und ohne den Support von Michi Sailer, Moses Wolff, Hannes Ringlstetter, Sven Kemmler, Till Hofmann und Konsorten würde ich wohl immer noch immer mit meinem Stift in der Nase boren und Liebeslyrik rotzen. Zum anderen war ich immer ein großer Fan des komödiantischen Freitagabends im bayerischen Fernsehen. Als das Mitte/Ende der 90er mit dem “Fuadgeh” anfing bei mir, bin ich einmal im Monat vom Reit im Winkler “Brotzeitstüberl” wieder heim – hab also quasi das “Fuadgeh” unterbrochen – und hab mir “Ottis Schlachthof” reingezogen. Da zu der Zeit kein Videorekorder bei uns im Haus war, hab ich das Ganze immer mit meinem Kassettenrekorder, in dem sich ein kleines Mikro befand, mitgeschnitten. Dann wieder rauf ins Dorf, weiter “Fuadgeh”, und am nächsten Tag nochmal Otti auf Kassette. Und jetzt hab ich meine fünf Freitag-Abend-BR-Minutes-of-Fame und das auch noch auf der Bühne vom Vereinsheim – so schön, man möchte fast aufhören …
Hier gibts alle Infos, schaltet ein oder klickt euch nach dem die Folgen gelaufen sind durch die Mediathek: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/vereinsheim/index.html
Ach ja, und: Sucht nicht nach “Bumillo”, der ist beim BR nicht zu finden. Ich bin am 9. März als “Schwabinger Schaumschläger” unterwegs, catch me if you can! Video wird dann hier und sonstwo sowie überall und dort auch gepostet.
Rolltreppentalk: Das Überangeboot
Dec 27th
Verehrtes Publikum,
ich hatte das Vergnügen, mit den Jungs von der Keksfabrik die 5. Folge aus der Reihe “Rolltreppentalk” aufzeichnen zu dürfen. Das hieß: rein in die Winterjacke, ab zur Ubahnstation (erkennt ihr, welche?) und 90 Minuten lang die Rolltreppe rauf und runter choreographieren. Das Ergebnis ist sehr schön geworden und als Schlusspunkt des Bühnenjahres 2011 anzusehen … Guten Rutsch euch allen und: bleibt auch 2012 “an Bord”!
Das Überangeboot (Rolltreppen-Version)
Alle bieten, Alle suchen
Alle mieten, alle buchen
Alle kaufen alle sprinten
Ich will laufen und was finden!
Doch wir sitzen alle im selben Boot …
im »Überangeboot« …
Und ich fahr mit dem Überangeboot
über das Meer der Möglichkeiten
Werd auf meinem weiten Weg mit Wind und Wellen womöglich streiten
denn der Aus-Wal tobt: Günstig! Billig! Preiswert!
Bei manchen Sachen frag ich mich, wen wohl dieser Scheiß schert:
“Kannst du mir vielleicht ne Hand leihn?”
“Bürgersteig sucht fetten Randstein!”
“Feuerwehr sucht kühlen Branntwein!”
“Meerjungfrau sucht zweites Standbein” …!? //
Bist du vielleicht zuverlässig?
Bist du heiß und motiviert?
Unsre Arbeit ist nicht super stressig!
Unser Preis ist hoch dotiert!
Alle bieten, Alle suchen
Alle mieten, alle buchen
Allen alles bieten
Alles allen bieten
Allen immer alles bieten
Alles bieten! – Hier ist meine Stirn!
Ich seh das Meer vor lauter Booten nicht
Doch ich geb trotzdem Gas – auch wenn man dann von Knoten spricht
Ich lös die Knoten im Kopf
und spann die Segel auf … /
Und mal sehn, wo der Wind mich hinweht …
Ich weiß nicht genau, wonach mir der Sinn steht
Aber egal, wo genau die Reise hingeht
Ich bin keiner der die Hand so übel grübelnd ans Kinn legt
Ich nehm die Bojen und Ufer wie sie kommen
und auch die »Oje!«-Rufer könnten sich mal sonnen
denn die Zweifel werden jetzt mal weggeräumt
Die Sonne kommt raus, die Sicht ist klar
Jetzt wird an Deck geträumt
Jetzt wird an Deck geträumt!
Und ich schippern auf dem Überangeboot
übers Meer
der Möglichkeiten
Ich nehm die kurzen Wege
aber auch die möglichst weiten
Selbst wenn mir vieles dort fremd ist
Aber Umwege erhöhen die Ortskenntnis
und mein Papierschiff ist geduldig
Geduldig auf der Suche
auf der Suche nach dem
WENIGERISTMEER.
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“Das Überangeboot” in der Vollversion (Teil 1 + Teil 2) kann man sich im Rahmen von “Bumillos UniVERS” als kostenlosen Podcast hier und hier anhören bzw. runterladen.
Doppelpack Unplugged
May 4th
Unverstärkte Stimmbänder in Burghausen und Ingolstadt (beides im April 2011, mit Friseurbesuch dazwischen):
1. Wo ist die Wut? / Life is such Geil
2. Blaues Sperma
Vielen Dank an die Filmenden und Hochladenden!
Die Rationalversammlung I & II
Mar 6th
Die I. Rationalversammlung wurde zügig einberufen. Die Zustände in dieser Stadt, in diesem Land und in diesem Fluss forderten schnelles, rationales Handeln. Eine Tagesordnung wurde kollektiv festgesetzt – und gemeinsam mit dem Volk abgehandelt: Der I. Vorsitzende, Heiner Lange, verkündete das I. Manifest. Ein Minister sang und musizierte. Andere erzählten, berichteten, schwärmten. Das Duell des Monats, Magath vs. Mubarak, wurde ausgetragen, die Schnapsidee des Monats skizziert. Jungendsünden wurden gebeichtet und mit Skalpellen rezensiert. Am Rad wurde gedreht und das aktuelle Lieblingsgedicht der Deutschen, Adele’s “In die Tiefe Kullern”, wurde hinausposaunt. Unter anderem. Während der Versammlung: Überschaum im Saal. Danach Chill-Out. Die Fortsetzung folgt wie der Hund dem Herrchen. Für eine bessere Stadt, ein besseres Land und einen besseren Fluss.
Jetzt gibt es die Rationalversammlung monatlich. Sie will euch Überwasser- und unterhalten. Alles andere ist Mehrwert, der unterm Strich einer Abrechnung mit den Devisen gleicht.
Die Rationalversammlung (I) ist gut. Die Rationalversammlung (II) ist das Wesentliche. Verstehen Sie uns nicht falsch, aber wenn, dann bitte richtig. Es wird wieder getagt – und das hat nichts mit Graffiti zu tun. Nein. Wir sprühen verbal und schnörkellos. Das nächste Mal am Faschingsdienstag, den 8. März 2011. Ab 20 Uhr im Rationaltheater München, Hesseloherstraße 18, Münchner Freiheit. Den Vorsitz wird dieses Mal Philipp Scharri übernehmen. Als Minister fungieren Elena Anais, Angela Aux, Heiner Lange und Bumillo. Für noch chilloutigeren Chill-Out wird DJ Soulsepp sorgsam sorgen. Informieren Sie sich bitte im Vorfeld voll- und selbstständig über die Biographien und Steckenpferde des Parlaments.
Back in the Ring!
Jan 12th
Am Freitag, den 21.01.2011 ist es wieder soweit: In der Muffathalle in München findet zum zweiten Mal die Deutsche Box Poetry Slam Meisterschaft statt!
Was war das letztes Jahr doch für ein Fest – eines der absoluten Highlights meines Slammer-Daseins:
Enger, verrauchter Backstageraum, tippelnde Poeten, ein riesiger Ring und über 600 Zuschauer. Dann der erste Gänsehaut-Moment: Ringsprecher Ko Bylanzky, mit Smoking und Sneakers ausgestattet, betritt das Spotlight des Rings und bittet das Publikum, sich für die deutsche Nationalhymne zu erheben. Raunen, Sitzplatzgeruckel. Ein Opern-Sänger betritt den Ring und schmettert die Hymne a cappella durch die Halle, Sarah Connor nix dagegen. In dem Moment war uns Slammern klar, dass dieser Abend ein besonderer werden wird. Vorfreude und Kribbeln pur.
Als dann die ersten Poeten mit ihren eigenen Einmarsch-Hymnen und von Bodyguards begleitet die Rampe zum Ring besteigen und posend & tosend das Slam-Feld betreten, wird der Slam-Sport zur Sport-Show. Denn wo man beim normalen Slam keinesfalls Star-Attitüden zeigen und vor allem darauf achten sollte, authentisch und “Das-ist-einer-von-uns!”-mäßig rüberzukommen, war hier beim Boxslam Extravaganz, Gepose, Trash-Talk und Superstardom erlaubt, ja sogar willkommen. Poetry Wrestling quasi.
Die acht Teilnehmer traten dann im Cup-System gegeneinander an, zwei Poeten waren stets gleichzeitig im Ring, einer performte, einer saß lauschend und staunend in seiner Ecke (Ich glaub es gab die rote und die blaue Ecke). Nachdem beide “Boxer” aufgetreten waren, entschied eine 3-köpfige Jury über den Gewinner, es ging also immer 3:0 oder 2:1 für einen Poeten aus, der Sieger kam dann eine Runde weiter.
Ich hatte es damals in der 1. Runde mit Sven Kamin zu tun, ein legendärer Fight, der Geschichte schrieb und dem Publikum den Atem raubte. Sven konterte meinen “Mingration”-Text – der mir eigentlich einen kleinen Heim-Vorteil verschaffen hätte sollen, noch dazu gegen einen Bremer – mit seinem “Scheibenwischer”-Text auf so grandiose Art und Weise, dass keiner mehr auf seinem Stuhl saß. Sechs Minuten lang ballerte er mir seinen “Scheibenwischer” in die Fresse, brachte die gesamte Halle auf seine Seite und sorgte damit für insgesamt 12 Minuten großen Sport. Uns in den Armen liegend entschieden sich die Punkterichter 2:1 für mich, Sven ging dennoch als von den Massen umjubelter “Box-Champion der Herzen” nach Hause und zwar absolut zurecht. Uns beide verbindet seitdem eine sehr innige Slam-Freundschaft, die mit einer Art “Skalp” – nämlich dem weißen Stirnband, dass er als Teil seines Kostüms trug – besiegelt wurde. Sven schenkte mir mit einer fast Olympia-großen Geste sein Stirnband, und ich werde es ihm zu Ehren und in Erinnerung an dieses geile Mann-gegen-Mann-Slam-Battle bei der diesjährigen Box Poetry Slam Meisterschaft tragen. Und zwar um den Kopf.
Um den Bauch werde ich diesen Ring hier tragen, den ich als Titelverteidiger mit in die Muffathalle schleppen darf:
Wer ihn mir entreißen wird? Vorjahresfinalist FRANK KLÖTGEN (Berlin), DOMINIQUE MACRI (Frankfurt), MORITZ KIENEMANN (München), JULIAN HEUN (Berlin), BENTE VARLEMANN (Hamburg), LARS RUPPEL (Marburg) oder FLORIAN CIESLIK (Frankfurt).
Dieses Jahr muss sich jeder Slammer übrigens einen Kampf-Namen ausdenken samt passender Einmarschhymne und gerne mit Kostüm … tendiere im Moment zu “Mr. Bumbastic” … MMMMMH, GIRL!







